Das 70:20:10-Modell, die Vergessenskurve und die Zukunft des maßgeschneiderten Trainings auf der World of Learning 2014

Letzte Woche nahm Panopto an der World of Learning Conference in Birmingham, Großbritannien, teil. Die Veranstaltung, die nun schon im 22. Jahr stattfindet, deckt alle Aspekte des Lernens und der Entwicklung ab und hat einen starken Schwerpunkt auf dem Einsatz von Technologie zur Verbesserung der Trainingsvermittlung.

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Zwei Tage lang kamen Tausende von L&D-Fachleuten zusammen, um sich über Best Practices auszutauschen und die neuesten Trends zu diskutieren. Einige der brennenden Themen, die zur Debatte standen, waren:
  • Das 70:20:10-Modell - auf das wir weiter unten eingehen werden - und warum Unternehmen immer noch so wenig in den 70:20-Teil der Gleichung investieren!
  • Die "Vergessenskurve" - eine Theorie, die besagt, dass die Gedächtnisleistung mit der Zeit nachlässt - und warum Organisationen die Auswirkungen auf das formale, veranstaltungsbasierte Lernen berücksichtigen müssen
  • Der Bedarf an agilem, maßgeschneidertem Lernen, das auf die Bedürfnisse und strategischen Notwendigkeiten des Unternehmens abgestimmt ist, im Gegensatz zu E-Learning-Inhalten von der Stange.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bewertung der Auswirkungen von L&D-Initiativen - nicht nur auf dem finanziellen ROI, sondern auf den längerfristigen Auswirkungen von Schulungsprogrammen insgesamt. Ein Großteil des Gesprächs fand im Kontext einer "Jederzeit und überall"-Lernkultur statt, in der die Mitarbeiter Ressourcen auf Knopfdruck und unabhängig vom verwendeten Gerät zur Verfügung haben wollen.

Panoptos Beitrag zum Programm bestand aus einer Session, die fünf überzeugende Möglichkeiten aufzeigte, wie Video zur Verbesserung von Training, sozialem Lernen und Kommunikation eingesetzt werden kann, und im Verlauf unserer Präsentation berührten wir viele der Hauptthemen der Veranstaltung.

Wir haben z. B. darüber berichtet, wie Video eine großartige Möglichkeit ist, alle Elemente des 70:20:10-Modells zu unterstützen.

  • On-the-Job-Learning (stellvertretend für die '70') muss keine flüchtige Erfahrung sein, sondern kann mit einem System wie dem unseren leicht erfasst werden, so dass die Mitarbeiter zu einem späteren Zeitpunkt auf die Aufzeichnungen zurückgreifen können.
  • Soziales Lernen (stellvertretend für die "20") ist auch einer der Schlüsselbereiche, der durch Video verbessert werden kann, indem z. B. Fachexperten wichtige Informationen spontan aufzeichnen und mit ihren Kollegen teilen.
  • Schließlich sehen wir eine zunehmende Anzahl von Organisationen, die Videos in ihre formalen Schulungsprogramme integrieren (was die letzte "10" darstellt). Sie tun dies aus einer Reihe von Gründen, z. B. um die Bindung zu den Lernenden zu verbessern und ein intensiveres Schulungserlebnis zu bieten. Viele Unternehmen möchten auch die Lebensdauer ihrer Schulungsprogramme verlängern, damit die Lernenden jederzeit Aspekte eines Kurses nacharbeiten können, die sie eventuell wiederholen müssen.

Dieser letzte Punkt knüpft an die Idee der "Vergessenskurve" an, eine Idee, die die einfache Wahrheit in den Vordergrund stellt, dass die Lernenden nur einen kleinen Prozentsatz des Gelernten behalten werden.

Das Konzept der Vergessenskurve gibt es schon seit den 1880er Jahren, aber neuere Studien haben gezeigt, dass das Behalten von Informationen nach einer Schulung schnell abnimmt. WR Hambrecht + Co legen nahe, dass sich Mitarbeiter 30 Minuten nach Beendigung einer Lerneinheit nur noch an 58 % des behandelten Materials erinnern. Nach einer Woche sinkt dieser Wert auf 35 %. Die Notwendigkeit eines schnellen Zugriffs auf Lerninhalte zur Wiederholung ist also entscheidend, wenn Mitarbeiter und ihre Unternehmen das Beste aus den Schulungserfahrungen machen wollen. Auch hier können Videos eine wichtige Rolle spielen, da sie es den Lernenden ermöglichen, den Stoff, an den sie sich nicht mehr vollständig erinnern können, erneut zu bearbeiten.

Unser Vortrag griff auch die Idee auf, eine Reihe verschiedener Arten von Lerninhalten per Video erstellen zu können, je nach den Bedürfnissen des Unternehmens. Mit der Videopräsentationssoftware wie Panopto ist es viel einfacher, die agilen, maßgeschneiderten Lerninhalte zu erstellen, über die viele Delegierte diskutierten. Die Möglichkeit, beliebige Lerninhalte aufzuzeichnen, wo immer man sich befindet und mit welchen Aufnahmegeräten man auch immer zur Hand hat, macht es möglich, Lernmaterialien "on the fly" zu generieren und auf die Bedürfnisse einzugehen, wenn sie entstehen, anstatt auf die Entwicklung formaler Schulungsinhalte zu warten.

Natürlich ist Video nur ein Teil des Werkzeugkastens eines Lern- und Entwicklungsexperten. Aber da Analysten wie Gartner vorhersagen, dass große Unternehmen bis 2016 mehr als 16 Stunden Video pro Mitarbeiter und Monat streamen werden, wird es schnell zu einem ziemlich wichtigen Teil.

Wenn Sie sehen möchten, wie Video Ihrer Organisation helfen kann, Lernen und Entwicklung zu verbessern, kontaktieren Sie unser Team noch heute für ein 30 Tage kostenlos testen, oder an Demo anfordern.

Veröffentlicht: 09. Oktober 2015