- Akademische Technologie
Videonutzung zur Gestaltung von Lernerfahrungen im 21. Jahrhundert
Im erster Teil meines Gastblogbeitrags für PanoptoIch schrieb über meine ersten Erfahrungen mit der Integration von Videos in meinen Unterricht. Nachdem ich zunächst Videos verwendet hatte, … Panopto Da ich Vorlesungen für Studierende aufzeichnete, die nicht persönlich teilnehmen konnten, und später auch Online-Lerninhalte erstellte, war es mir wichtig zu verstehen, was meine Studierenden von meiner neuen Arbeitsweise hielten. Durch eine Kombination aus den regelmäßigen Kursbewertungsbefragungen der Copenhagen Business School (CBS) und einigen von mir selbst erstellten Umfragen erhielt ich schnell die gewünschten Erkenntnisse.
Wie wirken sich Videovorlesungen auf das studentische Engagement aus?
Das Feedback der Studierenden zu den Online-Kursen war erfreulicherweise sehr positiv und in mancher Hinsicht vielleicht etwas unerwartet. Beispielsweise freute es mich sehr, dass die Mehrheit der Studierenden die Frage „Konnte der Dozent mich im Unterricht einbeziehen?“ positiv bewertete, obwohl mein Kurs nicht in Präsenzform stattfand. Viele Hochschullehrende scheuen sich möglicherweise vor dem Einsatz von Videos, da sie befürchten, die Studierenden könnten sich vom Lernprozess abgekoppelt fühlen. Das Feedback, das ich erhielt, zeichnete jedoch ein ganz anderes Bild.
Nachdem ich die detaillierten Kommentare meiner Schüler durchgesehen hatte, wurde mir klar, dass sie sich aktiv einbringen konnten, weil sie den Stoff in ihrem eigenen Tempo und auf ihre eigene Weise lernen konnten. Einige verglichen dies mit einem Präsenzunterricht, in dem sie angaben, sich manchmal sogar leichter ablenken zu lassen. Beispielsweise verloren die anderen Schüler im Unterricht das Interesse und ihre Aufmerksamkeit, wenn ich mich mit einzelnen Schülern über Themen unterhielt, die die anderen nicht interessierten.
Das Feedback hat mich auch darüber nachdenken lassen, ob die Einbindung eines Videos, in dem ich meine Folien erläutere, den Studierenden ein größeres Gefühl der Nähe zu mir vermittelt – fast so, als ob sie eine Einzelberatung erhielten. Vielleicht trägt dies auch zu dem hohen Engagement bei, das die Studierenden in ihren Feedbacks zu meinen Online-Vorlesungen angaben.
Welche Inhalte eignen sich am besten für Online-Lernen?
Ein weiterer wichtiger Faktor, der die positiven Reaktionen der Studierenden erklärt, ist die Art der präsentierten Inhalte selbst. Der von mir gewählte Online-Kurs eignet sich meiner Meinung nach besonders gut für die Videovermittlung, da er sehr konzeptlastig ist. Video ist ein hervorragendes Medium, wenn ein Modul das umfassende Verständnis zentraler Theorien, Methoden oder Rahmenwerke erfordert, die die Grundlage für späteres Arbeiten bilden. Diese Schlüsselkonzepte lassen sich oft am besten durch eine eher einseitige Vermittlung darstellen.
Die Kehrseite der Medaille ist natürlich, dass Dozenten Videos möglicherweise weniger geeignet finden, um kontroversere Themen oder neue Trends zu behandeln, für die ein debatten- oder dialogorientiertes Format besser geeignet sein kann.
Neben der sorgfältigen Abwägung der Art des zu vermittelnden Inhalts und der Wahl eines geeigneten Mediums ist es für Dozenten auch entscheidend zu bedenken, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Zuhörer begrenzt ist. Lange Live-Vorlesungen, die mehrere Stunden dauern, sind oft zu viel, und die Studierenden erreichen ihre Kapazitätsgrenze weit vor deren Ende.
Blended Learning ist ein Ansatz, der Lehrenden und Studierenden die Vorteile von Präsenz- und Online-Lehre bietet. Lehrende können Videos nutzen, um Studierenden die Möglichkeit zu geben, komplexe Konzepte vor der Präsenzveranstaltung zu erarbeiten. Dadurch wird Zeit für die Anwendung dieser Konzepte in realen Situationen frei. Dies kann in Form von Fallstudien in Gruppen, Diskussionen oder Übungen geschehen. Dieser Ansatz des umgedrehten Klassenzimmers bedeutet zwar eine Umstellung für Lehrende und Studierende, bietet aber große Vorteile für den Lernerfolg.
Die Zukunft mit Video und abschließenden Ratschlägen für Dozenten
So wie Videos Studierenden mehr Flexibilität hinsichtlich Ort und Zeit des Lernens bieten, ermöglichen sie auch Dozierenden ähnliche Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Lehre. Mit Blick auf die Zukunft bin ich überzeugt, dass Technologien, die diese Flexibilität ermöglichen, zahlreiche neue Möglichkeiten für Wissenschaftler eröffnen. In einem der letzten Semester war ich beispielsweise an einem Forschungsprojekt in den USA beteiligt. Dank des Online-Formats meines Kurses hatte dies keinerlei Auswirkungen auf meine Lehre. Panopto Die Möglichkeit, asynchrones Lehren in Kombination mit unserer Lernplattform zu ermöglichen, erlaubte es mir, meine Lehrverpflichtungen von überall aus zu erfüllen. Ich denke, solche Vereinbarungen werden in Zukunft immer üblicher werden und es Wissenschaftlern ermöglichen, ihre Forschungs- und Lehrprioritäten kreativer zu vereinbaren und ihre Work-Life-Balance besser zu gestalten.
Was sind also meine abschließenden Ratschläge für andere Dozenten, die über den Einsatz von Videos nachdenken? Nun, ich denke, Experimentieren ist der Schlüssel, und die Anwendung des Mediums hängt vom Kursinhalt und den bevorzugten Lehrmethoden des Dozenten ab. An meiner Hochschule hat die Abteilung für IT-Management zur Unterstützung dieses Experimentierprozesses einen kleinen Raum als „Videostudio“ eingerichtet. Panopto Ich habe ein „Studio“ eingerichtet, damit alle Dozenten der CBS dieses neue Medium ausprobieren können. Ich hoffe, das wird meine Kollegen dazu anregen, Videos häufiger einzusetzen – das kann nur von Vorteil sein. Schließlich empfinden unsere Studierenden Videos als eine ansprechende Art der Wissensvermittlung. Für manche wirkt es fast anachronistisch, in die Vorlesung zu gehen und stundenlang jemandem zuzuhören. Wir müssen realistisch darüber nachdenken, wie Lernen im 21. Jahrhundert funktioniert, und unsere Lehrmethoden entsprechend anpassen.
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