• Akademische Technologie

Der vollständige Leitfaden für Vorlesungsaufzeichnungsgeräte

Mit den heutigen Vorlesungsaufzeichnungssystemen lässt sich praktisch jeder Raum per Knopfdruck mit Video ausstatten. Von großen Hörsälen bis hin zu kleineren Seminarräumen, von Laboren und Übungsräumen bis hin zu Dozentenbüros – die Einrichtung einer grundlegenden Videoaufzeichnung ist so einfach wie das Herunterladen der passenden Software auf einen Computer und das Anschließen einer Kamera an einen USB-Anschluss.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Vorlesungsaufzeichnung in jedem Fall auf dieselbe Weise eingesetzt werden kann oder sollte. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie die praktischen Gegebenheiten der Aufzeichnung in jedem von Ihnen bereitgestellten Raum berücksichtigen.

Letzte Woche haben wir uns in Teil I mit den wichtigsten Überlegungen zur Einrichtung von Vorlesungsaufzeichnungen befasst – wo und was Sie aufzeichnen möchten . Diese Woche widmen wir uns der benötigten AV-Ausrüstung und technischen Aspekten, die Ihnen bei der Auswahl der richtigen Tools für verschiedene Räume und Anwendungsfälle helfen sollen. Wenn Sie unseren vollständigen Leitfaden lesen möchten – oder einfach die E-Book-Version bevorzugen – können Sie unsere über 50-seitige Anleitung zur Einrichtung von Vorlesungsaufzeichnungen auf dem gesamten Campus hier herunterladen .

Welche Ausrüstung benötigen Sie zum Aufzeichnen von Vorlesungen?

ABSCHNITT 1: Computer zur Vorlesungsaufzeichnung

ABSCHNITT 2: Videoaufzeichnungsgeräte für Vorlesungsaufzeichnung

ABSCHNITT 3: Audioaufnahmegeräte für die Vorlesungsaufzeichnung

ABSCHNITT 4: Zubehör für die Vorlesungsaufzeichnung

Die Grundlagen für die Aufzeichnung von Vorlesungen sind einfach. Sie benötigen einen für die Vorlesungsaufzeichnung konfigurierten Computer sowie Audio- und Videoaufnahmegeräte, die an den Computer angeschlossen werden, und einen Online-Bildschirmrekorder.

Während Software zur Vorlesungsaufzeichnung es Dozenten ermöglicht, einfache Videoinhalte mit einem Laptop oder Mobilgerät aufzuzeichnen, statten die meisten Hochschulen ihre Hörsäle auf dem Campus mit einem fest installierten Aufzeichnungssystem aus. Diese Systeme bieten Lehrenden eine sofort einsatzbereite Aufnahmeumgebung: Sie betreten den Hörsaal, schließen die Geräte an und starten die Aufnahme. Das Aufzeichnungssystem gewährleistet eine gleichbleibend hohe Qualität der Videos und minimiert den Aufwand für die Dozenten, sich mit potenziell komplexen AV-Systemen im Hörsaal auseinanderzusetzen und diese anzupassen.

Im Folgenden vergleichen wir die verschiedenen Optionen für die Basis Ihres Vorlesungsaufzeichnungssystems – den Bau eines eigenen Vorlesungsaufzeichnungsrechners versus den Kauf eines Rackmount-Geräts. Anschließend gehen wir auf spezifische Funktionen ein, die Sie bei der Auswahl von Peripheriegeräten wie Videokameras, Mikrofonen, Capture-Karten und anderem Zubehör für Ihr System berücksichtigen sollten.

1. Vorlesungsaufzeichnungscomputer

Das Herzstück eines Vorlesungsaufzeichnungssystems im Hörsaal ist ein Aufzeichnungsrechner, der eine Videoaufzeichnungssoftware ausführt und AV-Signale von angeschlossenen Geräten im Hörsaal empfängt. Ein solcher Rechner kann entweder als individuell konfigurierter Desktop-PC oder als Plug-and-Play-Rackgerät erworben werden. Wir werden die Vorteile beider Varianten erläutern, betrachten aber zunächst die typischen Komponenten eines solchen Rechners.

Welche Komponenten gehören zu einem Vorlesungsaufzeichnungscomputer?

Ein Computer zur Vorlesungsaufzeichnung ist typischerweise ein Computer der Mittelklasse bis zur Oberklasse mit installierter Videoaufzeichnungssoftware und den entsprechenden Anschlüssen zum Aufnehmen und Synchronisieren von AV-Signalen.

Ein typischer Vorlesungsaufzeichnungscomputer verfügt über folgende Komponenten:

  •  Ein Mikroprozessor der Mittel- bis Oberklasse
  • Große interne Speicherkapazität zur Unterstützung der Speicherung von Videodateien
  • Ethernet-Konnektivität
  • USB 2.0-, 3.0- oder 3.1-Anschlüsse (Typ C)
  • Videoeingänge (eine Kombination aus HDMI, DVI, SDI, VGA und analogen Anschlüssen)
  • Videoausgänge (typischerweise HDMI, DVI, DisplayPort oder VGA)
  • Audio-Ein- und Ausgänge für Mikrofone und Line-Audio

Ihre Entscheidung, entweder individuell konfigurierte Desktop-Computer zu verwenden oder Rackmount-Geräte zu kaufen, hängt maßgeblich von folgenden Faktoren ab:

  • Ihre bestehende Infrastruktur
  • Ihr Budget
  • Ihr Wunsch, sich mit dem technologischen Wandel weiterzuentwickeln

Option 1: Desktop-Computer individuell anpassen
Die individuelle Anpassung eines handelsüblichen Desktop-Computers ist in der Regel die flexibelste und kostengünstigste Lösung. Der Nachteil besteht meist im Zeitaufwand Ihres Teams, da jeder Computer einzeln eingerichtet werden muss.

Einige wichtige Überlegungen:

Vorhandene Ausrüstung:
Viele Hörsäle sind bereits mit Computern ausgestattet, die sich mit wenigen, relativ einfachen Aufrüstungen für die Vorlesungsaufzeichnung rüsten lassen. In den meisten Fällen ist die Installation einer Videoaufzeichnungssoftware und gegebenenfalls die Aufrüstung der Videoaufnahmekarte kostengünstiger als der Umstieg auf Rack-Geräte.

Budgetierung:
Man kann Desktop-Computer in der Regel für unter 1000 US-Dollar pro Stück selbst bauen oder bestehende aufrüsten.

Upgrade-Flexibilität:
Angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich die Videotechnologie verändern kann, bietet ein individuell konfigurierter Desktop-PC oft mehr Flexibilität bei der Aufrüstung des Betriebssystems, der Treiber, der Desktop-Anwendungen, des Arbeitsspeichers, der Festplatte, der Grafikkarten und anderer interner Komponenten.

Option 2: Rackmount-Geräte für die Vorlesungsaufzeichnung kaufen
Speziell entwickelte, rackmontierbare Aufzeichnungssysteme für Vorlesungen sind sofort einsatzbereit und lassen sich daher in der Regel schnell und einfach einrichten. Obwohl sie üblicherweise teurer sind als individuell angepasste Desktop-Systeme, bieten einige rackmontierbare Geräte dieselbe Flexibilität und passen möglicherweise besser zu Ihrer bestehenden AV-Ausstattung.

Einige Überlegungen zur Ausstattung von Klassenzimmern mit speziell dafür angefertigten Geräten:

Vorhandene Infrastruktur:
Sind Ihre Unterrichtsräume bereits mit Rack-Geräten ausgestattet, sind speziell dafür entwickelte Aufzeichnungssysteme für Vorlesungen oft die bessere Wahl. Befindet sich das Rack in einem angrenzenden Raum, sollten Sie die Kabelführung und Signalverstärker sorgfältig planen, da Video-, Audio- und Datenkabel über längere Strecken Signalverluste erleiden können.

Budgetierung:
Speziell entwickelte Videoaufnahmegeräte kosten in der Regel zwischen 3.000 und 20.000 US-Dollar. Die Ausstattung variiert je nach Hersteller. Lassen Sie sich daher von Ihrem Lösungsanbieter die genauen Spezifikationen von Prozessor, Festplatte, Video- und Audioaufnahmefunktionen sowie Video- und Audioaufzeichnung detailliert erläutern.
Audioausgangsoptionen sowie Automatisierungs- und Fernsteuerungsfunktionen.

Upgrade-Flexibilität:
Die meisten modernen Vorlesungsaufzeichnungssysteme basieren auf der Wintel-Architektur, wodurch sich Betriebssystem, Arbeitsspeicher, Festplatte und andere interne Komponenten problemlos aufrüsten lassen. Andere Systeme verwenden eingebettete Systeme, die nicht ohne Weiteres modifiziert werden können. Dies begrenzt in der Regel die Lebensdauer des Geräts oder erfordert zumindest, dass veraltete Geräte an den Anbieter der Vorlesungsaufzeichnungssysteme gesendet werden, um ein Upgrade zu erhalten. Neben dem Zeitaufwand für den Versand und den daraus resultierenden Ausfallzeiten Ihres Vorlesungsaufzeichnungssystems verursachen diese Austausch-Upgrades oft auch höhere jährliche Wartungskosten.

Panopto arbeitet mit Seneca zusammen, um Software zur Aufzeichnung von Vorlesungen bereitzustellen.

Der Panopto -Zertifiziertes Videoaufnahmegerät von Seneca

Option 3: Nutzung der Laptops der Dozenten zur Vorlesungsaufzeichnung
Falls im Hörsaal kein dedizierter Computer für Videoaufnahmen zur Verfügung steht, kann der Dozent eine Vorlesungsaufzeichnungssoftware auf einem persönlichen Laptop installieren und anschließend AV-Geräte wie eine Kamera, ein Mikrofon und eine externe Aufnahmekarte anschließen.

Dies ist eine schnelle und flexible Einrichtungsmöglichkeit, die sich auf viele Klassenzimmer skalieren lässt. Der Präsentator muss jedoch in der Lage sein, Peripheriegeräte anzuschließen und über grundlegende Kenntnisse im Umgang mit der Vorlesungsaufzeichnungssoftware verfügen.

>> Fernaufzeichnung und -planung

Fernaufzeichnung und Terminplanung mit Vorlesungsaufzeichnungs-AppsEine softwarebasierte Funktion zur Vorlesungsaufzeichnung vereinfacht die Aufnahmen für Dozenten und AV-Team gleichermaßen erheblich: die Fernaufzeichnung. Bietet Ihr Softwareanbieter diese Funktion an, kann Ihr Technikteam die Aufzeichnungen Ihrer Vorlesungen von überall aus mit einem Webbrowser oder Smartphone planen und verwalten.

Für Dozenten und Referenten ohne technische Vorkenntnisse: Eine mobile App mit Fernbedienungsschnittstelle verwandelt jedes Smartphone in ein sicheres Touchpanel zur Steuerung der AV-Geräte im Raum. Diese Schnittstelle standardisiert die Bedienung verschiedener Geräte in unterschiedlichen Hörsälen auf dem Campus. Die ideale Lösung für alle, die bisher auf die Aufzeichnung von Vorlesungen verzichtet haben, weil sie sich mit der Funktionsweise nicht auskannten.

Für Ihr AV-Team: Fernaufzeichnung kann die Arbeitsbelastung reduzieren, da Aufnahmen in bestimmten Hörsälen im Voraus geplant werden können. Mit wenigen Klicks lassen sich einzelne Veranstaltungen oder wöchentliche Vorlesungen für das gesamte Semester sicher terminieren. Sie können die Aufnahme steuern, indem Sie Videoquellen auswählen, die Aufnahmequalität festlegen und die Live-Übertragung der Aufzeichnung aktivieren oder deaktivieren.

Darüber hinaus können AV-Teams die Fernaufnahmefunktion nutzen, um den Aufnahmestatus sicher zu überwachen, Live-Aufnahmen in der Vorschau anzusehen und die Audiopegel zu überprüfen. Von einem zentralen Standort aus lässt sich der Aufnahmestatus auf dem gesamten Campus kontrollieren, um sicherzustellen, dass geplante Aufnahmen planmäßig verlaufen.

Videoaufzeichnungsgeräte für Vorlesungsaufzeichnung

2. Videoaufzeichnungsgeräte für die Vorlesungsaufzeichnung

Im Idealfall würde ein einziges Kameramodell den Anforderungen jedes Lernraums gerecht werden.

Diese perfekte All-in-One-Kamera unterstützt Schwenken, Neigen und Zoomen (PTZ) und passt sich so jeder Raumgröße und -ausstattung an. Sie liefert flüssige Videos in Broadcast-Qualität unter verschiedenen Lichtverhältnissen. Dank ihrer kompakten Bauweise findet sie Platz auf einem Rednerpult oder lässt sich unauffällig an der Wand montieren. Der Preis ist so attraktiv, dass Sie sich problemlos eine (oder mehrere) Kameras für jeden Raum auf dem Campus leisten können. Selbstverständlich wird sie direkt an einen Standard-USB-Anschluss angeschlossen, sodass keine Videoaufnahmekarten benötigt werden. Beim Kauf mehrerer Kameras dieser All-in-One-Kamera profitieren Sie von attraktiven Rabatten und sparen Zeit, indem Sie in jedem Lernraum dasselbe Kameramodell einsetzen.

Natürlich existiert diese Kamera noch nicht, obwohl wir durch die jüngsten Fortschritte bei 4K-USB-Webcams und Smartphone-Kameras mit 60 Bildern pro Sekunde (fps) bereits einen Blick in diese Zukunft erhaschen können.

Bis die All-in-One-Kamera auf den Markt kommt, haben Sie die Wahl. Glücklicherweise sind die Kosten für hochwertige Kameras in den letzten Jahren deutlich gesunken, und die Leistungsfähigkeit selbst der günstigsten Geräte hat sich erheblich verbessert.

Sie werden feststellen, dass die „beste“ Kamera je nach Raumgröße, Beleuchtung, vorhandener Infrastruktur, kursspezifischen Anforderungen und den Gegebenheiten für die Vortragenden variiert. Beispielsweise ist eine hochwertige PTZ-Kamera möglicherweise die beste Wahl für einen großen Hörsaal, der häufig für Gastvorträge und Live-Veranstaltungen genutzt wird, während in kleineren Räumen unter Umständen ein Camcorder oder sogar eine Webcam ausreicht.

Bei der Auswahl der passenden Optionen für die einzelnen Lernräume sollten Sie bedenken, dass das Ziel jeder Kamera zur Vorlesungsaufzeichnung darin besteht, die Unterrichtsumgebung so originalgetreu wie möglich wiederzugeben, um das Seherlebnis der Studierenden zu verbessern. Durchdacht eingesetzt, vermitteln Videokameras den Studierenden das Gefühl, im Raum zu sein, selbst wenn sie kilometerweit entfernt sitzen.

Betrachten wir die wichtigsten Kategorien von Videokameras auf dem Markt, vergleichen wir ihre jeweiligen Stärken und erörtern wir, warum man für einen bestimmten Raum die eine oder andere auswählen könnte.

Vergleich von Videoaufzeichnungstools für Vorlesungsaufzeichnung

Webcams | Camcorder | Spiegelreflexkameras | PTZ-Kameras | Kameras mit Bewegungsverfolgung | IP-Kameras | Mobilgeräte | Spezialkameras

Webcams

Webcams zur VorlesungsaufzeichnungWebcams sind kompakte Videokameras, die entweder in Laptops integriert oder extern über USB angeschlossen sind. In den letzten Jahren haben sich Webcams enorm weiterentwickelt. Modelle wie die Logitech C922 unterstützen 60 Bilder pro Sekunde (fps), und die Logitech Brio ermöglicht sogar 4K-Auflösung. Viele Webcams zeichnen auch Ton auf, wobei die Tonqualität aktuell stark variiert.
Modell zu Modell.

Wofür sie gut sind
Webcams liefern in kleineren, gut beleuchteten Räumen flüssige und klare Videos. Diese preisgünstigen Kameras eignen sich ideal für Dozentinnen, die sich in einem kleinen Raum oder einem Büro mit ausreichend Licht aufnehmen möchten.

Wofür sie nicht gut sind
Der kleine Sensor einer Webcam kommt mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen nicht gut zurecht. Bei schwachem Licht entstehen Bildrauschen und ruckelige Aufnahmen, Gegenlicht führt in der Regel zu einer Unterbelichtung des Sprechers. Auch die Schärfentiefe (DOF) ist bei Webcams geringer als bei höherwertigen Kameras, wenn Sie eine professionellere Aufnahme erzielen möchten. Webcams sind für große Hörsäle nicht empfehlenswert, können aber in kleineren, gut beleuchteten Klassenzimmern als einfache Lösung dienen.

Preisklasse
Eine hochwertige USB-Webcam für Vorlesungsaufzeichnungen kostet in der Regel zwischen 30 und 100 US-Dollar. Dank dieses günstigen Preises eignen sich USB-Webcams perfekt für den Einsatz im Flipped Classroom und sind eine ideale zusätzliche Videoquelle für Nahaufnahmen von Whiteboards oder Demonstrationen im Unterricht.

Camcorder

Camcorder zur VorlesungsaufzeichnungTragbare Videokameras wie die Sony Handycam oder die Canon VIXIA-Serie bieten mehr Funktionen und eine höhere Leistungsfähigkeit als Webcams. Camcorder-Objektive ermöglichen typischerweise einen Zoom von 8- bis 60-fach. Diese Kameras verfügen außerdem über größere Sensoren und einen größeren Dynamikumfang als Webcams und liefern daher bessere Ergebnisse bei schwachem Licht.
Sie erhalten eine bessere Kontrolle über Weißabgleich und Belichtung, um die Konsistenz Ihrer Aufnahmen zu gewährleisten.

Wofür sie gut sind
Ob auf einem Stativ, an der Wand oder an der Decke befestigt oder mit einem Kameramann bedient – ​​Camcorder eignen sich gut für die Aufzeichnung von Vorlesungen in den meisten Standard-Klassenzimmern und Hörsälen. Diese Kameras liefern qualitativ hochwertige Videos und ermöglichen es, den Vortragenden aus der Ferne heranzuzoomen.

Wofür sie nicht gut sind
Camcorder bieten zwar eine große Reichweite und Vielseitigkeit, sind aber für traditionelle Flipped-Classroom-Aufnahmen überdimensioniert. Dozenten, die sich beispielsweise in ihrem Büro filmen, benötigen diese Art von Kamera nicht (und werden wahrscheinlich ein weniger komplexes Modell bevorzugen). Zudem ermöglichen Camcorder dem AV-Team keine Fernsteuerung von Schwenken, Neigen und Zoomen. Daher sind Camcorder als Wand- oder Deckenmontageoption für große Hörsäle weniger attraktiv.

Preisklasse
Ein hochwertiger Camcorder für den Heimgebrauch, der sich für Vorlesungsaufzeichnungen eignet, kostet üblicherweise zwischen 300 und 1000 US-Dollar. Für viele Bildungseinrichtungen bietet diese Preisklasse ein optimales Verhältnis von Aufnahmequalität und Preis und ist daher die erste Wahl bei der Ausstattung neuer Räume. Für noch höhere Qualität greifen professionelle Camcorder der Oberklasse wie die Sony HXR-NX100 oder die Canon XF200 HD in der Regel zu Preisen zwischen 1000 und 3000 US-Dollar.

Neben dem Camcorder selbst benötigen Sie wahrscheinlich auch eine Capture-Karte, um den Camcorder mit Ihrem Vorlesungsaufzeichnungsrechner zu verbinden. Weitere Informationen zu Capture-Karten finden Sie in unserem Abschnitt „Videoaufnahmegeräte an Vorlesungsaufzeichnungssysteme anschließen“ .

DSLR-Kameras

DSLR-Kameras für die VorlesungsaufzeichnungDigitale Spiegelreflexkameras (DSLR) haben sich in der Fotografie einen Namen gemacht, doch in den letzten Jahren haben sie sich auch im Bereich hochwertiger Videoaufnahmen etabliert. Diese Systemkameras verfügen über deutlich größere Sensoren als Camcorder, was es einfacher macht, auch bei schwierigen Lichtverhältnissen qualitativ hochwertige Videos aufzunehmen und eine größere Tiefenschärfe zu erzielen.

Wofür sie gut sind
Spiegelreflexkameras (DSLRs) liefern Videos in unglaublich hoher Qualität und mit professionellem Look. Sie lassen sich auf einem Stativ befestigen oder in festen Installationen an Wand oder Decke montieren, um Vorlesungen und Gastvorträge aufzuzeichnen. Auch als Studiokameras sind sie hervorragend geeignet.

Wofür sie nicht gut sind
Spiegelreflexkameras sind einzigartige Geräte. Ihr Zoombereich liegt üblicherweise zwischen 4x und 10x und ist damit geringer als der vieler Camcorder. Daher sind sie für große Hörsäle nicht optimal. Hinzu kommt, dass die meisten DSLR-Objektive nicht stufenlos zoomen, und wie bei Camcordern lassen sich Schwenk- und Zoomfunktionen nicht fernsteuern. Aus diesem Grund sind sie für Kameraleute oft nicht die beste Wahl. Und aufgrund ihres Preises sind Spiegelreflexkameras für die meisten kleinen Klassenzimmer überdimensioniert.

Preisklasse
Eine hochwertige 1080p- oder 4k-DSLR-Kamera mit Vollformatsensor und Wechselobjektiv kostet zwischen 1.200 und 3.000 US-Dollar (zusätzliche Objektive kosten in der Regel extra).

PTZ-Kameras

PTZ-Kameras für VorlesungsaufzeichnungDas charakteristische Merkmal von Schwenk-Neige-Zoom-Kameras (PTZ-Kameras) ist die Möglichkeit, ihre Ausrichtung und ihren Zoom fernzusteuern. Kameras wie die Sony SRG-120DH und SRG-300H sind für die Wand- oder Deckenmontage vorgesehen und werden anschließend per Funkfernbedienung, Raum-AV-Steuerungssystem (z. B. Crestron) oder Joystick gesteuert. Diese Kameras verfügen über große Zoombereiche, und die meisten neueren PTZ-Modelle zeichnen Videos in exzellenter Qualität in 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde auf.

Wofür sie gut sind
PTZ-Kameras lassen sich in nahezu jedem Klassenzimmer oder Hörsaal einsetzen. Dank ihrer Fernsteuerung eignen sie sich ideal für wichtige Veranstaltungen und Gastvorträge in großen Auditorien, in denen ein Kameramann benötigt wird. Sie bieten zudem hohe Flexibilität für Aufnahmen in Mehrzweckräumen, Laboren und Simulationsräumen.

Wofür sie nicht gut sind
Für kleine Klassenzimmer sind diese Kameras sowohl hinsichtlich der Kosten als auch der Leistungsfähigkeit oft überdimensioniert. Aufgrund ihrer festen Montage sind PTZ-Kameras zudem nicht für den Einsatz außerhalb traditioneller Lernräume wie Klassenzimmer, Hörsäle und Labore geeignet.

Preisklasse
Eine hochwertige PTZ-Kamera kostet zwischen 1.200 und 3.300 US-Dollar. Gegebenenfalls benötigen Sie zusätzlich zur Kamera eine Fernbedienung. Berücksichtigen Sie diese Kosten daher unbedingt bei der Berechnung der Gesamtkosten.

Bewegungsverfolgungskameras

Bewegungsverfolgungskameras für VorlesungsaufnahmenBewegungsverfolgungskameras wie die iSmart Lecture Tracking Camera (LTCA2001N) sind innovative PTZ-Kameras, die einem Vortragenden automatisch folgen, ohne dass ein Bediener die Kamera während der Aufnahme manuell schwenken muss. Die iSmart-Kamera nutzt Gesichtserkennung und Bewegungserkennung, um den Vortragenden im vorderen Bereich des Hörsaals zu verfolgen.

Wofür sie gut sind
Bewegungsnachführende Kameras sind für größere Hörsäle konzipiert, in denen der Vortragende genügend Bewegungsfreiheit hat. Indem sie dem Vortragenden folgen, erfassen diese Kameras typischerweise ein engeres Sichtfeld. Dadurch entsteht eine ansprechendere Aufnahme des Vortrags im Vergleich zu einem breiteren Sichtfeld, das den gesamten Präsentationsbereich oder die Bühne erfasst.

Wofür sie nicht gut sind
Diese Technologie ist recht teuer und daher für viele Standard-Klassenzimmer und Hörsäle nicht optimal. Ebenso wenig lohnt sich die Investition in diese Technologie, wenn der Raum die Bewegungsfreiheit der Vortragenden einschränkt oder Ihre Dozenten während ihrer Präsentationen meist hinter einem Rednerpult stehen bleiben.

Preisklasse
Die iSmart Lecture Tracking-Kamera ist ab 6.000 US-Dollar erhältlich.

IP-Kameras

Eine IP-Kamera (Internetprotokoll-Kamera) kann Videos über ein lokales Netzwerk oder das Internet senden und empfangen. Dieser Kameratyp wird am häufigsten für Sicherheits- und Überwachungszwecke eingesetzt und war in einigen frühen Installationen zur Vorlesungsaufzeichnung weit verbreitet. IP-Kameras, die im Rahmen Ihrer Sicherheitsinfrastruktur installiert sind, können unter Umständen umfunktioniert oder neu konfiguriert werden, um auch Vorlesungsaufzeichnungen zu unterstützen.

Wofür sie gut sind
Wenn möglich, können Sie durch die Wiederverwendung oder Aktualisierung Ihrer IP-Kameras den Kauf neuer Kameras vermeiden, insbesondere in Räumen, in denen diese Geräte bereits installiert sind. Zunächst müssen Sie prüfen, ob Ihre vorhandenen IP-Kameras mit der verwendeten Vorlesungsaufzeichnungssoftware kompatibel sind. Anschließend ist in der Regel eine zusätzliche Konfiguration erforderlich, um Treiber zu installieren, damit Ihre Vorlesungsaufzeichnungssoftware die Kameras erkennt.

Wofür sie nicht gut sind
Für die Installation neuer Vorlesungsaufzeichnungssysteme sind IP-Kameras nicht empfehlenswert. Es gibt in der Regel qualitativ hochwertigere Kameraalternativen zu niedrigeren Preisen, die sich einfacher für die Vorlesungsaufzeichnung einrichten lassen.

Preisklasse
IP-Kameras kosten je nach Ausstattung zwischen einigen Hundert und einigen Tausend Dollar. Modelle mit höherer Auflösung, flexiblen Schwenk-, Neige- und Zoomfunktionen sowie weiteren High-End-Funktionen kosten in der Regel über 1000 Dollar.

Smartphone- und Tablet-Kameras

Vorlesungen mit Smartphones aufzeichnenDie meisten Menschen haben heutzutage bereits ein Gerät in der Tasche, mit dem sie Kursinhalte aufzeichnen können – ihr Smartphone. Hochwertige Smartphones und einige Tablets können Videos in hoher Qualität mit bis zu 1080p und 60 Bildern pro Sekunde inklusive Bildstabilisierung aufnehmen. Diese Geräte eröffnen neue Anwendungsbereiche für die Vorlesungsaufzeichnung, von Aufnahmen im Freien bis hin zu Mehrkamera-Aufnahmen von Demonstrationen und vielem mehr.

Wofür sie gut sind
Smartphones und Tablets ermöglichen es, Vorlesungen außerhalb des traditionellen Hörsaals aufzuzeichnen – im Gelände, im Labor oder in Gruppenarbeitsräumen. Diese Geräte eignen sich perfekt für spontane Aufnahmen und um verschiedene (manchmal auch schwierige) Perspektiven in einer Demonstration festzuhalten. Da sie auch bei Studierenden weit verbreitet sind, können sie zudem ideal für die Aufzeichnung von studentischen Präsentationen, Projekten, Rollenspielen und anderen videobasierten Aufgaben sein.

Wofür sie nicht gut sind
Smartphones und Tablets werden in festen Klassenzimmerkonfigurationen üblicherweise nicht als primäre Videoaufnahmequelle verwendet. Beispielsweise würde man ein Klassenzimmer nicht für die Aufzeichnung von Vorlesungen mit einem hinten im Raum montierten iPad ausstatten, da mobile Geräte eine begrenzte Akkulaufzeit haben und oft nicht über genügend internen Speicherplatz für große Videodateien verfügen. Man würde jedoch ein mobiles Gerät verwenden, um während einer Demonstration oder Präsentation im Unterricht Videos aus einem anderen Blickwinkel aufzunehmen.

Preisklasse
Die Preise für mobile Geräte variieren stark je nach Marke, Modell und Funktionen. Im Einzelhandel kostet ein Gerät mit guten Videofunktionen in der Regel zwischen 200 und 800 US-Dollar. Ihre Einrichtung kann möglicherweise größere Mengen an Geräten zu einem vergünstigten Preis erwerben oder verfügt bereits über viele dieser Geräte für den Einsatz auf dem Campus. In vielen Fällen besitzen die meisten Ihrer Dozenten bereits eigene Tablets und Smartphones, mit denen sie Videos aufzeichnen und per App in Ihre Vorlesungssoftware hochladen können.

Spezialkameras

Einrichten einer Dokumentenkamera für die VorlesungsaufzeichnungSpezialkameras erweitern die Möglichkeiten, die Dozenten in ihre aufgezeichneten Vorlesungen einbinden können. Diese Kameras erfassen typischerweise zusätzliche Signale neben dem Video des Vortragenden und den Bildschirminhalten. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Vorlesungsaufzeichnungssoftware Videos von mehreren Quellen aufzeichnen kann. Im Folgenden finden Sie einige der gängigsten Beispiele für Spezialkameras:

Dokumentenkameras:
Eine Dokumentenkamera kann verwendet werden, um gedruckte Materialien oder reale Objekte anzuzeigen. Man kann mit Dokumentenkameras auch den Bildschirm eines Smartphones aufnehmen, was beispielsweise für Demonstrationen nützlich sein kann.

Mikroskope:
Videomikroskopie kann auf verschiedene Weisen durchgeführt werden. Neuere Digitalmikroskope bieten eine direkte Videoausgabe über USB oder HDMI. Und herkömmliche Lichtmikroskope können mit einem Smartphone-Adapter ausgestattet werden, um Videos mithilfe von mobilen Vorlesungsaufzeichnungs-Apps aufzuzeichnen.

Interaktive Whiteboards:
Anstatt einfach eine Kamera auf ein Whiteboard zu richten, um es aufzuzeichnen, lassen sich heute verschiedene interaktive Whiteboards mit einem Vorlesungsaufzeichnungssystem verbinden und ähnlich wie ein zweiter Computerbildschirm aufzeichnen. Interaktive Whiteboards erfassen die von Dozenten darauf geschriebenen Inhalte mithilfe verschiedener Methoden – Infrarot-Scanning, resistive Touch-Technologie sowie elektromagnetische oder Ultraschall-Marker sind gängige Verfahren. Für spezifische Einrichtungsempfehlungen wenden Sie sich bitte an Ihren Anbieter des Vorlesungsaufzeichnungssystems.

Spezielle wissenschaftliche Instrumente:
Es gibt eine Vielzahl medizinischer und wissenschaftlicher Geräte, die Dozenten in Vorlesungsvideos präsentieren möchten. Mobile Aufnahmefunktionen und die Möglichkeit zur Mehrkameraaufzeichnung ermöglichen viele unkonventionelle Videoaufnahmeszenarien. Bitte wenden Sie sich jedoch an Ihren Anbieter des Vorlesungsaufzeichnungssystems, um spezifische Einrichtungsempfehlungen zu erhalten.

>> Verbindung von Videoaufzeichnungsgeräten mit Vorlesungsaufzeichnungssystemen

AufnahmekartenVerschiedene Kameras bieten unterschiedliche Möglichkeiten, Videos vom Gerät zum Aufzeichnungsrechner zu streamen. Webcams, einige PTZ-Kameras und eine wachsende Anzahl spezieller Aufnahmegeräte ermöglichen die einfache Übertragung über USB 2.0- oder 3.0-Anschlüsse. Ob Laptop, Desktop-PC oder Rack-Gerät – diese Geräte sind in der Regel sofort einsatzbereit.

Im Gegensatz dazu senden Camcorder, DSLRs, die meisten PTZ-Kameras und viele Spezialkameras das Videosignal über HDMI, SDI, DVI, VGA, Komponenten- oder Composite-Anschlüsse an den Aufzeichnungsrechner. Diese benötigen entweder eine interne oder externe Videokarte, um das Signal in ein Format umzuwandeln, das vom Computer als Videoquelle erkannt wird.

Für Rack-Geräte und die meisten Desktop-Computer-Konfigurationen ist eine interne Videoaufnahmekarte die sinnvollste Lösung. Diese Karten bieten in der Regel einen, zwei oder vier Videoeingänge und Optionen für alle gängigen Videoschnittstellen.

Bei Laptops sind interne Videoaufnahmekarten keine Option. Stattdessen können externe Aufnahmekarten (manchmal auch Aufnahmedongles genannt) eingehende Videosignale von der Kamera empfangen und in ein USB-Signal umwandeln. Diese Konverter sind für HDMI-, SDI-, DVI-, VGA- und analoge Videoquellen erhältlich.

In den letzten Jahren haben USB-3-Videoaufnahmekarten die Welt der hochwertigen Videoaufzeichnung und des Live-Streamings grundlegend verändert. Ein AV-Setup, das früher Tausende von Dollar kostete und komplexe Spezialgeräte erforderte, lässt sich heute mit einem handelsüblichen Mittelklasse-Laptop und einem 300-Dollar-Dongle realisieren.

Sie möchten mehr erfahren? Lesen Sie unsere Übersicht über USB 3-Videograbber .

Verteilte Aufzeichnung

Einige Vorlesungsaufzeichnungssysteme bieten eine Funktion namens verteilte Aufzeichnung (auch bekannt als Mehrmaschinenaufzeichnung).

Mit verteilter Aufzeichnung können Sie separate, mit dem Internet verbundene Computer und/oder Mobilgeräte zur Aufzeichnung mehrerer Video- und Audio-Feeds verwenden. Diese Feeds werden automatisch auf dem Aufzeichnungsserver oder in der Cloud synchronisiert – ganz ohne Verkabelung oder andere physische Verbindungen.

Vorteile der verteilten Aufzeichnung

  • Größere Räume mit komplexen Setups benötigen nicht mehr hunderte Meter Kabel, um jedes Gerät und jeden Computer miteinander zu verbinden.
  • Aufnahme von mehreren Videoquellen ohne zentralen Mixer
  • Verringert den Bedarf an Videosignalwandlern
  • Kann für Live- und On-Demand-Webcasts verwendet werden.
  • Streams von verschiedenen Standorten und Netzwerken aufzeichnen und synchronisieren
  • Aufnehmen und synchronisieren Sie von mehreren Mobilgeräten

Mehr dazu finden Sie in unserem ausführlichen Video-Testbericht zur verteilten Aufzeichnung .

Einrichtung der verteilten Aufzeichnung für die Vorlesungsaufzeichnung

Die verteilte Aufzeichnung vereinfacht die Einrichtung von Aufzeichnungen im Hörsaal, indem separate Computer verwendet werden, um verschiedene Aspekte der Vorlesung aufzuzeichnen.

In diesem Beispiel werden die Folien mit einem Laptop vorne im Raum aufgezeichnet, während der Präsentator hinten mit einem Camcorder und einem Laptop aufgezeichnet wird.

Audioaufnahmegeräte für Vorlesungsaufzeichnung3. Audioaufnahmegeräte für die Vorlesungsaufzeichnung

Es gibt ein einfaches Geheimnis, um das Beste aus Ihren Vorlesungsaufzeichnungstools herauszuholen: Der Ton ist doppelt so wichtig wie das Video. Wenn Studierende ihre Dozenten in einer Aufnahme klar und deutlich hören können, mag eine schlechte Videoqualität zwar immer noch störend wirken, wird aber oft vernachlässigt. Im Gegensatz dazu ist ein Video in Sendequalität wertlos, wenn der Ton verzerrt oder unverständlich ist. Ohne eine gute Tonspur werden Studierende eine Aufnahme selten als brauchbar empfinden.

Glücklicherweise wirken die gleichen Trends, die Videogeräte in den letzten Jahren zugänglicher und erschwinglicher gemacht haben, auch auf Audiogeräte. Institutionen finden heute eine Vielzahl einfacher und preiswerter Geräte. Schauen wir uns an, was verfügbar ist, was die einzelnen Geräte auszeichnet und warum Institutionen je nach Raum das eine oder andere Gerät bevorzugen könnten.

Vergleich von Audioaufnahmegeräten für Vorlesungsaufzeichnungen

Tischmikrofone | Grenzflächenmikrofone | Ansteckmikrofone | Handmikrofone | Rednerpultmikrofone | Einbaumikrofone

Desktop-Mikrofone

Desktop-Mikrofone für die VorlesungsaufzeichnungTischmikrofone sind so konzipiert, dass sie auf einem Tisch oder Rednerpult in der Nähe des Sprechers platziert werden können.

Wofür sie gut sind
Tischmikrofone liefern exzellenten Klang, wenn sie direkt vor einem stehenden Dozenten positioniert sind. Sie eignen sich besonders für ruhige Büroräume oder für Rednerpulte, an denen der Dozent steht.

Wofür sie nicht gut sind
Diese Mikrofone eignen sich nicht besonders gut zur Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen. Sie sollten darauf achten, dass Tischmikrofone nah am Sprecher positioniert und in ruhigen Umgebungen verwendet werden. Ein Mikrofonschirm mit Geräuschunterdrückung kann die Hintergrundgeräusche reduzieren, falls Sie bereits Tischmikrofone verwenden möchten. Für Präsentatoren, die sich gerne bewegen, sind diese Mikrofone nicht optimal.

Preisklasse
Ein hochwertiges Desktop-Mikrofon kostet zwischen 50 und 150 Dollar.

Grenzflächenmikrofone

Grenzflächenmikrofon für VorlesungsaufnahmenEin Grenzflächenmikrofon ist ein kleines, omnidirektionales Mikrofon, das flach auf einer Oberfläche, beispielsweise einem Tisch, liegt oder an einer Wand befestigt ist. Es ist so konstruiert, dass es Schall aufnimmt, der von der Oberfläche, auf der es montiert oder positioniert ist, reflektiert wird.

Wofür sie gut sind
Grenzflächenmikrofone eignen sich gut für die Aufzeichnung von Seminaren in kleinen Räumen oder kleineren Diskussionsgruppen. Diese kleinen, unauffälligen Mikrofone können auch als Ausweichlösung für fest installierte Vorlesungs-Setups verwendet werden. Die Qualität ist zwar nicht so hoch wie bei anderen Mikrofonen, aber falls ein Dozent vergisst, eine andere primäre Mikrofonquelle zu verwenden oder einzuschalten, liefert ein Grenzflächenmikrofon eine akzeptable Audioqualität.
In den meisten Fällen. Beachten Sie, dass Sie in diesem Fall einen Audiomixer benötigen, um die zusätzlichen Audiosignale in Ihr Vorlesungsaufzeichnungssystem einzuspeisen.

Wofür sie nicht gut sind
Wenn Sie bei Ihren Aufnahmen eine optimale Klangqualität anstreben, sollten Sie kein Grenzflächenmikrofon als primäres Audioaufnahmegerät verwenden.

Preisklasse
Ein gutes Grenzflächenmikrofon kostet etwa 50 bis 100 Dollar.

Lavalier-Mikrofone

Lavalier- oder Ansteckmikrofon für die VorlesungsaufzeichnungEin Lavalier-Mikrofon (auch Ansteckmikrofon, Clip-Mikrofon oder Lavalier-Mikrofon genannt) ist ein kleines, freihändig tragbares Mikrofon, das vom Vortragenden getragen wird und auch bei Bewegung qualitativ hochwertige Audioaufnahmen ermöglicht. Das Mikrofon wird an einen drahtlosen Sender angeschlossen, den der Vortragende am Gürtel oder Hosenbund trägt. Der Sender überträgt das Audiosignal an einen Empfänger, der mit Ihrem Aufzeichnungssystem für Vorlesungen verbunden werden muss.

Wofür sie gut sind
Da Ansteckmikrofone vom Dozenten getragen werden, eignen sie sich in den meisten Situationen hervorragend für klare und deutliche Audioaufnahmen eines einzelnen Sprechers. Es gibt sogar Ansteckmikrofone, die direkt an ein Smartphone oder Tablet angeschlossen werden können und somit sowohl für Aufnahmen im Hörsaal als auch im Außeneinsatz geeignet sind.

Wofür sie nicht gut sind
Diese drahtlosen Systeme erfordern in der Regel etwas mehr Aufwand bei der Einrichtung als kabelgebundene Mikrofone, da Sender und Empfänger auf die gleichen Frequenzen eingestellt werden müssen. Lavalier-Mikrofone verbrauchen zudem relativ viele Batterien. Wiederaufladbare Modelle sind zwar erhältlich, diese müssen jedoch bei Nichtgebrauch aufgeladen werden. Es empfiehlt sich, einen Raum mit mindestens zwei Lavalier-Mikrofonen auszustatten, falls das primäre Mikrofon ausfällt.

Preisklasse
Drahtlose Lavalier-Mikrofonsysteme sind ab etwa 100 US-Dollar erhältlich, wiederaufladbare Systeme können aber auch über 1000 US-Dollar kosten.

Handmikrofone

Handmikrofon für VorlesungsaufnahmenHandmikrofone sind traditionelle Mikrofone, die Dozenten halten und direkt hineinsprechen. Sie können drahtlos oder kabelgebunden an die Aufzeichnungs- oder AV-Anlage im Hörsaal angeschlossen werden. Es gibt sie mit unterschiedlichen Funktionen und Richtcharakteristiken (auch als Polar- oder Aufnahmemuster bekannt, siehe unten), und je nach Qualität kann der Preis stark variieren.

Wofür sie gut sind
Handmikrofone sind eine sinnvolle Alternative zu Ansteckmikrofonen, die nicht geladen sind oder anderweitig nicht funktionieren. Sie eignen sich auch hervorragend, um Fragen aus dem Publikum in hoher Qualität aufzunehmen. Wenn Sie eine Fragerunde nach einer Präsentation aufzeichnen möchten, sollten Sie unbedingt ein oder zwei Handmikrofone an Ihr Aufzeichnungssystem anschließen.

Wofür sie nicht gut sind
Als primäre Mikrofonquelle können Handmikrofone beim Vortragen oder Demonstrieren störend wirken – insbesondere, wenn gleichzeitig Präsentationsfolien eingeblendet werden. Auch das Halten des Mikrofons während des gesamten Vortrags kann ermüdend sein. Drahtlose Handmikrofone können ähnliche Probleme wie Ansteckmikrofone verursachen, da sie viel Strom verbrauchen.

Preisklasse
Handmikrofone kosten zwischen 40 und 300 US-Dollar. Beachten Sie, dass bei drahtlosen Handmikrofonen das Mikrofon nur der Sender ist. Sie benötigen zusätzlich einen separaten Funkempfänger, den Sie an Ihren Computer für die Vorlesungsaufzeichnung anschließen. Je nach Mikrofon sind XLR-Audiokabel möglicherweise nicht im Lieferumfang enthalten, was die Kosten pro Einheit weiter erhöhen kann.

Podiumsmikrofone

Rednerpultmikrofon für die VorlesungsaufzeichnungRednerpultmikrofone, auch Schwanenhalsmikrofone genannt, werden auf einem Rednerpult oder einer Lesepultplatte platziert, auf der ein Redner steht. Wie bei anderen Mikrofontypen bieten auch Rednerpultmikrofone verschiedene Richtcharakteristiken. Optional sind passende Stative mit LED-Anzeigen (z. B. „aktiv“) und Stummschaltern erhältlich.

Wofür sie gut sind
Rednerpultmikrofone eignen sich hervorragend für stationäre Redner, die sich während eines Vortrags oder einer Präsentation nicht bewegen möchten. Sie können auch als Backup-Audioquelle in Räumen dienen, in denen das primäre Ansteckmikrofon nicht aufgeladen ist. Sie lassen sich direkt an einem Rednerpult befestigen oder mithilfe eines Ständers auf jedem Schreibtisch oder Tisch verwenden. Dadurch sind diese Mikrofone auch eine gute Wahl für Podiumsdiskussionen mit mehreren Rednern an einem Tisch (allerdings benötigen Sie für jeden Redner ein eigenes Mikrofon).

Wofür sie nicht gut sind
Rednerpultmikrofone sind nicht empfehlenswert, wenn sich der/die Vortragende bewegt. Ebenso wenig eignen sie sich ideal für Aufnahmen, bei denen mehrere Personen gleichzeitig präsentieren oder für die Aufzeichnung von Diskussionen im Unterricht.

Preisklasse
Podiumsmikrofone kosten je nach Ausstattung zwischen 100 und 300 US-Dollar.

Eingebaute Mikrofone

Viele Videoaufnahmegeräte verfügen bereits über eingebaute Mikrofone zur Audioaufnahme. Diese Mikrofone liefern jedoch im Vergleich zu externen, dedizierten Mikrofonen oft eine eher geringe Audioqualität. Wenn Sie eine interne Audioquelle nutzen möchten, empfiehlt es sich, vorab eine Testaufnahme durchzuführen, um die Audioqualität zu überprüfen. Je nach Leistung des Mikrofons kann es sinnvoll sein, eine separate Audioquelle hinzuzufügen.

Wofür sie gut sind
Eingebaute Mikrofone, wie sie in den meisten modernen Laptops und Smartphones verbaut sind, oder das integrierte Mikrofon bestimmter Camcorder und Webcams können in ruhigen Büroräumen mitunter effektiv eingesetzt werden. Da ihre Qualität stark variiert, sollten Sie sie unbedingt vor der Aufnahme testen. Für die beste Audioqualität in dieser Kategorie empfiehlt sich eine Webcam wie die Logitech C922, C930e oder Brio, die Stereo-Audio mit Rauschunterdrückung aufnimmt.

Wofür sie nicht gut sind
Die meisten eingebauten Mikrofone funktionieren in Klassenzimmern, in denen das Aufnahmegerät mehr als ein bis zwei Armlängen vom Vortragenden entfernt aufgestellt ist, nicht gut. Ebenso wenig eignen sie sich ideal für die Aufzeichnung von Gruppendiskussionen, da Teilnehmer, die weiter vom Mikrofon entfernt sind, schwer zu verstehen sind.

>> Achten Sie auf die Abholmuster

Die Richtcharakteristik eines Mikrofons beschreibt seine Empfindlichkeit gegenüber Schall in Abhängigkeit von der Richtung oder dem Winkel des Schalls zum Mikrofon. Wählen Sie ein Mikrofon, dessen Richtcharakteristik den Ton des Dozenten optimal aufnimmt und unerwünschte Geräusche – beispielsweise von den Studierenden im Publikum – minimiert.

Manche Mikrofone bieten die Möglichkeit, mehrere Richtcharakteristiken auszuwählen, andere hingegen nur eine. Bei der Ausstattung Ihrer Klassenzimmer mit Audioaufnahmegeräten ist es wichtig, die folgenden Richtcharakteristiken zu kennen:

Mikrofon-Aufnahmemuster

  1. Ein Mikrofon mit Kugelcharakteristik ist für Geräusche aus allen Richtungen innerhalb seiner Reichweite gleich empfindlich. Es eignet sich ideal für die Aufnahme des gesamten Raumklangs, weniger jedoch für die Aufnahme spezifischer Audiosignale, wie beispielsweise der von den Dozenten gesprochenen Worte.
  2. Ein Mikrofon mit Richtcharakteristik ist am empfindlichsten für Geräusche, die sich direkt vor dem Mikrofon befinden, während seitliche Geräusche weniger empfindlich und Geräusche von hinten weitgehend unberücksichtigt bleiben. Diese Aufnahmetechnik eignet sich ideal für die Aufnahme spezifischer Audiosignale wie der Stimme eines Sprechers, ist aber weniger hilfreich für die Aufzeichnung offenerer Diskussionen.
  3. Ein Mikrofon mit bidirektionaler Richtcharakteristik priorisiert Geräusche von vorne und hinten, während seitliche Geräusche ausgeblendet werden. Dies ist typischerweise nur in speziellen Anwendungsfällen sinnvoll, beispielsweise wenn zwei Moderatoren nebeneinander sitzen oder bei Musikaufnahmen, wenn ein echter Stereoklang gewünscht ist.

Anschluss von Audioaufnahmegeräten an Vorlesungsaufzeichnungssysteme

Anschluss von Audioaufnahmegeräten an Ihr VorlesungsaufzeichnungssystemWie Ihre Videoaufnahmegeräte werden auch Ihre Audiorecorder in der Regel direkt an Ihren Vorlesungsaufzeichnungscomputer angeschlossen. Sollte Ihr Mikrofonkabel nicht mit den vorhandenen Anschlüssen Ihres Vorlesungsaufzeichnungscomputers kompatibel sein, können Sie mithilfe von Adaptern nahezu jedes Mikrofonkabel an Ihr System anschließen. Hochwertige Mikrofone verfügen beispielsweise häufig über XLR-Anschlüsse und benötigen daher XLR-zu-USB-Konverter, wie sie beispielsweise von Behringer, Shure, Blue und Focusrite angeboten werden. Ebenso müssen mehrere Audioquellen über ein Audiomischpult an Ihren Vorlesungsaufzeichnungscomputer angeschlossen werden.

4. Zusätzliches Zubehör für die Vorlesungsaufzeichnung

Neben der Standard-Aufnahmetechnik gibt es eine Vielzahl an Audio- und Videozubehör, das Sie für die Aufzeichnung Ihrer Vorlesungen benötigen könnten. Obwohl sich dieser Bereich rasant weiterentwickelt, finden Sie hier einen kurzen Überblick über einige der gängigsten Zubehörteile, die heutzutage für die Vorlesungsaufzeichnung verwendet werden.

Videomischer und -umschalter
Ein Umschalter ermöglicht das Umschalten zwischen mehreren Videoquellen und die Ausgabe des Signals an ein oder mehrere Displays. Dies ist besonders nützlich für große Auditorien, die häufig mehrere Videosignale erfassen und komplexere Anzeigekonfigurationen benötigen.

Splitter
Audiomixer für VorlesungsaufzeichnungEin Splitter ermöglicht es, ein Bildsignal an mehrere Peripheriegeräte oder Bildschirme zu senden. Für die Aufzeichnung von Vorlesungen verwendet man einen Splitter, um das Videosignal vom Bildschirm des Dozenten sowohl an den Aufzeichnungsrechner als auch an einen Bildschirm für die Zuhörer zu senden.

Audiomischer
Ein Audiomischer ermöglicht die Aufnahme und Steuerung mehrerer Audioquellen und -pegel. Dies ist besonders nützlich, wenn Sie einen Raum mit mehreren Mikrofonen ausstatten, um Dozenten mehr Flexibilität bei ihren Präsentationen zu ermöglichen, oder in Räumen mit mehreren Referenten. Um den Mischer zu verwenden, speisen Sie zunächst Ihr Audiosignal in den Mischer ein und verbinden diesen anschließend mit einem USB- oder Audioanschluss Ihres Aufnahmegeräts.

Visuelle Aufzeichnungsindikatoren
Visuelle Aufnahmeindikatoren sind kleine Leuchten (meist LEDs), die aufleuchten, sobald ein Vorlesungsaufzeichnungssystem aufzeichnet. Sie sind besonders nützlich in Räumen, in denen Vorlesungen automatisch aufgezeichnet werden, da Dozenten so schnell visuell erkennen können, ob die Aufzeichnung wie erwartet funktioniert. Ebenso kann ein visueller Indikator dem Vortragenden helfen, schneller zu erkennen, wenn eine Vorlesung nicht ordnungsgemäß aufgezeichnet wird. Einige Modelle ermöglichen sogar das Pausieren der Aufzeichnung durch Antippen.

Teil III…

Vorlesungsaufzeichnung (E-Book)Nächste Woche stellen wir Ihnen technische Diagramme für neun verschiedene Setups zur Vorlesungsaufzeichnung und Anwendungsfälle vor, die Ihnen zeigen, wie Sie Ihre gesamte Vorlesungsaufzeichnungsausrüstung anschließen.

Wenn Sie nicht warten möchten, können Sie jetzt kostenlos unsere vollständige Anleitung zum Einrichten von Vorlesungsaufzeichnungen in jedem beliebigen Raum auf dem Campus herunterladen. Laden Sie die vollständige Anleitung zur Vorlesungsaufzeichnung überall herunter .