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Die Stimme des Studenten: Das digitale Studentenerlebnis in der Hochschulbildung aufspüren

Hochschullehrer und Verwaltungsangestellte waren in den letzten zehn Jahren weitgehend die treibende Kraft hinter der zunehmenden Einführung und Nutzung der Vorlesungsaufzeichnungstechnologie. Was genau sie zur Vorlesungsaufzeichnung bewogen hat, ist oft individuell verschieden, aber im Großen und Ganzen haben die meisten die Technologie als ein Werkzeug betrachtet, das letztlich dazu beitragen soll, die Erfahrungen und Lernergebnisse der Studierenden zu verbessern.

Die Möglichkeit, eine Vorlesung genau so wiederzugeben, wie sie vorgetragen wurde, ist ein leistungsfähiges Hilfsmittel für Studierende, die an der Universität neue Konzepte lernen wollen. Wenn Vorlesungen aufgezeichnet werden, können sich die Studierenden auf den vorgetragenen Stoff konzentrieren, ohne sich Notizen machen zu müssen. Auf Knopfdruck können sie schwierigere Abschnitte oder die gesamte Vorlesung noch einmal durchgehen. Sie können die Abspielgeschwindigkeit beschleunigen und verlangsamen und das Kursmaterial sogar unterwegs auf mobilen Geräten wiederholen.

Aber Was denken die Studenten wirklich über den Zugang zu aufgezeichneten Vorlesungen und digitalen Kursinhalten?

Anekdotische Belege für die Begeisterung der Studierenden für die Vorlesungsaufzeichnung sind überall in den sozialen Medien zu finden. Hier sind nur ein paar Beispiele:

 

 

Immer noch skeptisch? Lesen Sie weiter - es gibt neue Daten, die eine ähnliche Geschichte erzählen.

Die Website JISC (Joint Information Systems Committee), eine britische Non-Profit-Organisation, die Hochschuleinrichtungen durch Forschung und Beratung in Bezug auf digitale Ressourcen und Bildungstechnologien unterstützt, veröffentlichte kürzlich die Ergebnisse des Student Digital Experience Tracker.

Der Student Digital Experience Tracker des JISC ist eine der bisher größten Erhebungen, bei der umfangreiche Daten von über 22.000 Studierenden an 74 Hochschuleinrichtungen im Vereinigten Königreich gesammelt wurden. Und aus diesen Daten ergibt sich eine überzeugende Aussage über den Wert des technologiegestützten Lernens in der Hochschulbildung - vermittelt durch die Stimme der Studierenden, wenn es um ihre Einstellung zu und Nutzung von Bildungstechnologien geht.

Der Stand des technologiegestützten Lernens nach Meinung der Schüler

91 % der Antworten in der JISC-Umfrage entfallen auf traditionelle Studierende, die einen vierjährigen Abschluss anstreben (HE), und auf Studierende in Weiterbildungsprogrammen (FE), was einen nützlichen Einblick in die Art und Weise bietet, wie Bildungstechnologien den Studierenden den größten Nutzen bieten.

Als sie gebeten wurden, sich zu verschiedenen Aussagen über den Einsatz digitaler Technologien in ihrem Studiengang zu äußern, waren 6 von 10 Hochschul- und FE-Studierenden der Meinung, dass digitale Technologien ihnen helfen, wichtige Konzepte besser zu verstehen und es ihnen außerdem ermöglichen, das Lernen leichter in ihr Leben zu integrieren.

Daten: Technologie hilft Schülern, Dinge besser zu verstehen

Quelle: JISC Student Digital Experience Tracker

Einstellung der Studenten zur Aufzeichnung von Vorlesungen

Die Aufzeichnung von Vorlesungen ist nicht nur nützlich, sondern sie wird verwendet - weit mehr als alle anderen digitalen Hilfsmittel.

Bei der Frage nach spezifischen digitalen Technologien war der Zugriff auf Vorlesungsmitschriften und aufgezeichnete Vorlesungen eine der am häufigsten genutzten Technologien für das Lernen. 82 % der Studenten mit traditionellem 4-jährigem Hochschulabschluss gaben an, mindestens einmal pro Woche auf digitale Vorlesungsinhalte zuzugreifen. Nur 5 % der Befragten gaben an, dass sie diese Technologie nie nutzen.

82 % der Studenten greifen mindestens einmal pro Woche auf aufgezeichnete Vorlesungen zu

Quelle: JISC Student Digital Experience Tracker

Die Studenten, die an der JISC-Umfrage zum Thema "Digital Student Experience" teilnahmen, räumten auch mit dem weit verbreiteten Mythos auf, dass sie nicht mehr zum Unterricht kommen, wenn die Vorlesungen aufgezeichnet werden. Tatsächlich glauben die Lernenden nicht, dass der Einsatz digitaler Technologie - z. B. der Zugang zu Kursressourcen und aufgezeichneten Vorlesungen - die Wahrscheinlichkeit verringert, dass sie den Unterricht besuchen.

Wie Studierende das digitale Lernen auf dem Campus beeinflussen können

Das JISC stellte auch fest, dass digitale Aktivitäten wie Peer-to-Peer-Zusammenarbeit, Spiele und Simulationen sowie Online-Quizze weit weniger genutzt wurden als erwartet, was zu der Schlussfolgerung führte, dass die Vorteile der Bildungstechnologien noch nicht voll ausgeschöpft wurden. Ihre Daten deuten darauf hin, dass es mehr Möglichkeiten gibt, Lerntechnologien zur Unterstützung effektiverer Lehrmethoden wie Blended Learning und Flipped Classroom einzusetzen.

Wie können Studierende also weiterhin als Change Agents Einfluss auf digitale Lernerfahrungen nehmen, die ihnen den größtmöglichen Nutzen bringen?

Offenes und ehrliches Feedback von Lehrkräften und Administratoren ist eine der besten Möglichkeiten, wie Studierende den Einsatz von Bildungstechnologien in ihren Kursen beeinflussen können. Sowohl das JISC als auch ein kürzlich veröffentlichter UCISA-Bericht über digitale Fähigkeiten zeigen einen ähnlichen Trend: 43 % der Universitäten beziehen die Studierenden aktiv in die digitale Bereitstellung und Unterstützung ein, und weitere 38 % der Hochschulen geben an, dass sie auf dieses Ziel hinarbeiten.

Sind Sie neugierig, wie Ihre Lecture Capture-Lösung abschneidet?

Einige EdTech-Tools ändern sich schneller als andere. Wenn Sie Ihr Vorlesungserfassungssystem seit einiger Zeit nicht mehr aktualisiert haben, verpassen Sie möglicherweise nützliche neue Technologien. Sehen Sie sich diese 6 Funktionen, auf die Sie bei Ihrer nächsten Vorlesungsaufzeichnungslösung achten sollten.