• Umgedrehter Unterricht

7 einzigartige Beispiele für umgedrehte Klassenzimmer

Die Vorlesungen werden vorab per Video geteilt, die Präsenzzeit wird dann für Aktivitäten und Diskussionen genutzt. Auf den ersten Blick klingt das Beispiel des umgedrehten Unterrichts recht einfach.

Bei näherer Betrachtung wird jedoch schnell deutlich, dass aus dieser Grundprämisse viele einzigartige und interessante Formen entstehen.

Wir stellen 16 Beispiele für erfolgreiche Flipped Classrooms vor, die Schüler aller Altersstufen – von Grundschülern bis hin zu Doktoranden – unterrichten. Das Überraschendste an all diesen Beispielen? Die enorme Vielfalt – von den Lehrmethoden über die Informationsquellen bis hin zur Interaktion der Schüler ist alles auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kurses zugeschnitten.

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Standardbeispiel für ein umgekehrtes Klassenzimmer mit Panopto

Beispiele für umgedrehte Klassenzimmer

Viele der Beispiele veranschaulichen einzigartige Modelle, wie Lehrkräfte ihren Unterricht umgestalten können. Ist eines dieser Konzepte für Ihren Unterricht geeignet? Schauen wir uns die einzelnen Beispiele genauer an:

1. Das standardmäßige umgekehrte Klassenzimmer

Die Studierenden erhalten als „Hausaufgabe“ die Möglichkeit, Videovorlesungen anzusehen und alle für den Unterricht am nächsten Tag relevanten Materialien zu lesen. Während des Unterrichts üben die Studierenden das Gelernte anhand traditioneller Schulaufgaben, wodurch die Lehrkräfte mehr Zeit für individuelle Betreuung haben.

2. Der diskussionsorientierte Flipped Classroom

Lehrer stellen Vorlesungsvideos sowie weitere Videos oder Texte zum jeweiligen Thema zur Verfügung – beispielsweise TED Talks , YouTube-Videos und andere Ressourcen. Die Unterrichtszeit wird dann der Diskussion und Vertiefung des Themas gewidmet. Dieser Ansatz ist besonders hilfreich in Fächern, in denen der Kontext entscheidend ist, wie Geschichte, Kunst oder Englisch.

3. Der praxisorientierte Flipped Classroom

Gerade in Fächern, in denen Schüler sich Abläufe genau merken und wiederholen müssen – wie Chemie, Physik und fast alle Mathematikfächer – ist eine Videodemonstration äußerst hilfreich, um sie zurückspulen und erneut ansehen zu können. In diesem Modell nutzt die Lehrkraft eine Bildschirmaufzeichnungssoftware, um die Aktivität so zu demonstrieren, dass die Schüler in ihrem eigenen Tempo folgen können.

Der praktische Leitfaden für den umgedrehten Unterricht

Werfen Sie einen genaueren Blick auf die Entwicklung des Flipped Classroom, einschließlich der grundlegenden Strategie und der ersten Ergebnisse, die so viele Lehrer begeistern, in unserem Whitepaper „ Der praktische Leitfaden zum Flipped Classroom“ .

4. Das vorgetäuschte Flipped Classroom-Konzept

Das Konzept des „Flipped Classroom“ eignet sich ideal für jüngere Schüler, für die Hausaufgaben im eigentlichen Sinne noch nicht angemessen sind. Bei diesem Modell schauen sich die Schüler im Unterricht ein Video mit einer Vorlesung an. So haben sie die Möglichkeit, den Stoff in ihrem eigenen Tempo zu wiederholen, während die Lehrkraft von Schüler zu Schüler gehen und jedem einzelnen die benötigte Unterstützung bieten kann.

5. Das gruppenbasierte Flipped Classroom-Konzept

Dieses Modell führt ein neues Element ein, das das Lernen der Studierenden fördert: den Austausch untereinander. Der Unterricht beginnt wie üblich mit Vorlesungsvideos und anderen Materialien, die vorab geteilt werden. Der entscheidende Unterschied liegt im Unterricht selbst: Die Studierenden arbeiten dann in Gruppen an der jeweiligen Tagesaufgabe. Dieses Format ermutigt die Studierenden, voneinander zu lernen und vermittelt ihnen nicht nur die richtigen Antworten, sondern auch, wie sie diese ihren Kommilitonen verständlich erklären können.

6. Das virtuelle Flipped Classroom-Konzept

Für ältere Studierende und in manchen Kursen kann das Konzept des umgedrehten Unterrichts den Präsenzunterricht vollständig überflüssig machen. Einige Hochschulprofessoren stellen ihren Studierenden mittlerweile Vorlesungsvideos zur Verfügung, verteilen und sammeln Aufgaben über Online-Lernplattformen und verlangen lediglich, dass die Studierenden Sprechstunden oder andere regelmäßig stattfindende Termine für kurze Einzelgespräche besuchen, die auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Studierenden abgestimmt sind.

7. Den Lehrer umdrehen

Nicht alle Videos, die für ein Flipped Classroom-Konzept erstellt werden, müssen mit der Lehrkraft beginnen und enden. Auch Schüler können Videos nutzen, um ihre Kompetenzen besser zu demonstrieren. Sie können beispielsweise Rollenspiele aufzeichnen, um ihre Fähigkeiten zu zeigen, oder sie bitten, sich selbst bei der Präsentation eines neuen Themas oder einer neuen Fertigkeit zu filmen, um so die Lehrkraft zu unterrichten.

Bedenken Sie, dass jedes Klassenzimmer anders ist – mit unterschiedlichem Zugang zu Technologie, unterschiedlicher Motivation der Schüler und unterschiedlichem technischen Know-how der Lehrkräfte. Zudem müssen Lehrkräfte neu lernen, eher als „Lernbegleiter“ denn als „Allwissender“ aufzutreten – und das braucht Zeit.

Doch sobald die Umstellung erfolgt, sind viele Experten überzeugt, dass sich der Aufwand für das Flipped-Classroom-Konzept lohnt. Laut LearnDash bemerkten neun von zehn Lehrkräften eine positive Veränderung im Engagement der Schüler seit der Einführung des Flipped Classroom (ein Anstieg von 80 % gegenüber 2012), während 71 % der Lehrkräfte angaben, dass sich die Noten ihrer Schüler seitdem verbessert haben.

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